Samstag, 11. Januar 2014

Tutorial: 6-Bahnen-Rock. Bündchen

 
 
So. Nun ist er ja schon fast fertig, unser 6-Bahnenrock!
Fehlt noch das Bündchen.
 
Dafür schneidest Du einen Jerseystreifen, 15cm breit und ca. 15-20cm kürzer als die obere Weite, ich habe 100cm genommen. Kommt immer drauf an wie dehnbar der Jersey ist und ob Du den Bund lieber eng oder etwas weiter magst.
Ein 3cm breites Hosengummi wird ca. 3cm kürzer als der Jerseystreifen geschnitten.




Das Gummi mit etwa 2 cm Überlappung zum Ring nähen (darauf achten, das es nicht verdreht ist!). Den Jerseystreifen ebenfalls zum Ring schliessen. Unbedingt einen dehnbaren Stich verwenden, z.B. den dreigeteilten Zickzackstich.



Nun den Gummiring in den Jerseyring legen und direkt neben dem Gummi mit Stretchstich einmal rundrum nähen.


Den Ring in 4 Teile teilen und mit Stecknadeln markieren.


Rechts auf rechts auf den Rock stecken und annähen. Dabei den Jersey auf die nötige Weite dehnen.
Nahtzugabe umklappen und feststeppen.





Eventuell noch ein Label oder Deko aufnähen ...


 ... und fertig isser!! :-))


Anleitungen für einen 4-Bahnen-Rock habe ich auch schon im Netz gefunden. Nach diesem Prinzip kann man natürlich auch 5, 7 oder 33-Bahnen-Röcke nähen.

Viel Spass beim Nachnähen :-)))
Über Bilder Eurer Werke würde ich  mich sehr freuen.
Dies ist mein erstes Tutorial... Bei Fragen oder Unklarheiten fragt einfach :-)

Tutorial: 6-Bahnen-Rock. Nähanleitung

 
 
Den Rock kann man ganz nach Belieben eher einfarbig schlicht oder mehr-oder-weniger bunt machen. Ob aus nur zwei verschiedenen Stoffen, oder aber für jedes Teil ein anderer Stoff, Möglichkeiten gibt es so viele wie es Stoff und Fantasie gibt :-)
Mein frühlingsgrüner Rock besteht aus 5 verschiedenen, teilweise lange gehüteten Lieblingsstöffchen.
 
 
Los geht's!
 
Im vorigen Post habe ich ja schon geschrieben, wie Du Dir Dein individuelles Schnittmuster erstellst.
Du brauchst 4 einfache Grund-Schnittteile, 2 Schnittteile mit Tascheneingriff, 2 Taschenbeutel, 2 Tascheneingriffteile, 2 Tascheneingriffverschönerungsteile, einen Jerseystreifen 10 cm kürzer als der obere Umfang und 15 cm breit, ein breites Gummi, ca. 3 cm kürzer als der Jerseystreifen, und ein Saumstreifen, der ca. 5cm länger ist als der untere Umfang, auch 15cm breit.



hier die 6 Teile, jeweils 2 aus dem gleichen Stoff.


 
  aus zwei Teilen den Tascheneingriff ausschneiden


Hier das Taschen-Seitenteil, Taschenbeutel und das Tascheneingriffverschönerungsteil.



So soll es dann aussehen.


Jetzt geht's ans Nähen! Du legst das Taschenteil mit Eingriff auf die rechte Stoffseite des Seitenteils, so dass die beiden Rundungen  bündig aufeinanderliegen und nähst Füsschenbreit entlang der Rundung.


Das Tascheneingriffverschönerungsteil wird auf den Taschenbeutel genäht.




Nun wird die Naht ausgestrichen (oder, wer nicht so wie ich zu faul ist, kann es auch auseinandergebügeln)
Nun faltest Du das Taschenteil an der Nahtkannte nach innen um, wer mag, bügelt, es reicht aber auch, fest über die Naht zu streichen.
Leider habe ich diesen Schritt vergessen zu fotografieren...
Jetzt den Tascheneingriff knappkantig absteppen. Schön sieht hier auch ein Zierstich aus.




Den Taschenbeutel rechts auf rechts an die Tasche nähen.



An den Seiten mit ein paar Stecknadeln fixieren und kurz an den Kannten entlang drübernähen.




So sieht die Rückseite aus.



Nun werden jeweils die drei Teile der Vorder- und Rückseite zusammengenäht. Die Naht zur Seite klappen und knappkantig absteppen.



Der Saumstreifen wird mit etwas Überstand an den Seiten angenäht, damit man die Schräge der Rockteile angleichen kann.




Ein langes Lineal an die Seite legen, die Schräge auf dem Saumstreifen markieren und abschneiden.


Die Nahtzugabe hochklappen und knappkantig absteppen.
Vorder- und Rückenteil zusammennähen.
Den Rock säumen.
 
 
Wie der Bund genäht wird zeige ich dann im nächsten Post...

Tutorial: 6-Bahnen-Rock. Schnittmuster

 
Inzwischen wurde ich schon öfter gebeten, doch mal aufzuschreiben, wie ich meinen 6-Bahnen-Rock nähe.
 
Bei nicht ganz dünnen Mädchen ist es noch wichtiger als bei den normal-großen, das der Rock gut sitzt und passt. Deshalb wird erstmal gemessen. Und zwar an der dicksten Stelle. Das kann die Hüfte sein, oder der Rettungsring um die Taille, oder der Po. Egal, wichtig ist, das es die dickste Stelle ist, weil da der Rock drüber passen muss.
 
 
 
 
Nun überlegst Du Dir, wie lang der Rock werden soll. Mir gefällt es am Besten, wenn er kurz überm Knie endet. Du kannst ihn natürlich auch länger oder kürzer machen, ganz so, wie Du magst. Das ist ja das schöne am Selbernähen: es entsteht ein ganz individuell auf die eigenen Wünsche und Vorlieben angepasstes Kleidungsstück.
 
Dann überlegst Du Dir, wie weit der Rock werden soll. Ich mag die Röcke lieber eng und nur ganz wenig ausgestellt. Aber auch das kann Jede nach eigenen Vorlieben gestalten.
 


Als Beispiel nehme ich jetzt mal den für mich ganz persönlich ultimativ-perfekt sitzenden Rock. An der dicksten Stelle sind es 120cm, er soll nicht zu weit schwingen, deshalb soll er unten ca. 150cm weit sein und kurz überm Knie enden. Weil oben noch ein 15cm breiter Jersesystreifen als Bund drankommt und unten ein 15cm breiter Saumstreifen, ist bei mir das Mittelteil 30cm lang.


Weil es ja ein 6-Bahnen-Rock werden soll, werden die Werte für die obere und die untere Weite jeweils  durch 6 geteilt.




Jetzt zeichnest Du Dir auf ein passendes Stück Papier ein Trapez mit den errechneten Massen. (meins ist 30cm lang).
Das ist das Grund-Schnittteil.

Wenn Du gerne Taschen an Deinem Rock haben  möchtest, musst Du Dir jetzt ein entsprechendes Taschenschnittmuster erstellen.



Gut.. das Bild ist etwas klein geraten, aber als Skizze reicht es..

Du nimmst also Dein Grund-Schnittteil und zeichnest es nochmal durch. Nun malst Du entweder frei Hand oder mit Hilfe eines runden Gegenstandes (z.B. große Tasse, Tellerchen) einen Tascheneingriff in die linke obere Ecke. Orientiere Dich wegen der Größe am Besten an Hosentaschen. Nun überlegst Du Dir, wie groß die Tasche werden soll. Sinnvollerweise sollte sie das Schnittteil für den Rock nicht überragen. In dieser Größe malst Du Dir dann Dein Taschenschnittmuster auf. Die beiden geraden Kannten übernimmst Du vom Grund-Schnittteil des Rockes.
Du brauchst ein Schnittteil für den Taschenbeutel, eines für den Tascheneingriff, ein Rock-Seitenteil mit Tascheneingriff, und, bei Bedarf, ein Tascheneingriffverschönerungsteil.
Ich nähe die Taschen immer aus alter Bettwäsche oder sonstigen unschönen Stoffen, da man die Tasche ja sowieso nicht sieht. Da bin ich zu geizig, den schönen Stoff zu verbraten. Nur für das kleine Stück am Taschenbeutel, das dann durch den Tascheneingriff am Rock zu sehen ist, nehme ich schönen Stoff. Dazu kannst Du das Schnittmusterteil, an dem Du die Rundung für den Taschenbeutel abgeschnitten hast verwenden, gib einfach an den abgeschnittenen Viertelkreis 2 oder 3 cm Stoffzugabe dazu.


Soweit erstmal alle Unklarheiten  beseitigt? :-))
Dann geht es gleich weiter mit der Nähanleitung!

Dienstag, 7. Januar 2014

Wickelröcke

 
Zugeschnitten hatte ich sie schon kurz nach Weihnachten, um mir die Wartezeit auf die neue Nähmaschine etwas zu verkürzen.
 
Dieser Rock ist so richtig fröhlich-frühlingsfrisch aus Märchenbettwäsche und bunten farbenfrohen Stoffen aus dem schwedischen Möbelhaus.
 
Ich hätte den Rock für's Foto noch bügeln können.. hüstel..
 





 
 
 
Und hier noch ein feines Röckchen aus schlamm-grauem Stretchjeans mit Retroblümchen.
 
 
 
 



Resteverwertung

 
Nachdem ich im letzten Jahr viele, viele Shirts genäht hatte, quoll die Jerseyrestekiste über. So habe ich die Reststücke in 15 bzw. 30 cm breite Streifen geschnitten und diese grob farblich sortiert einfach planlos zusammengenäht, und dann alles zu diversen Loops zusammengenäht.
Einige Loops habe ich schon zu Weihnachten verschenkt, diese zwei sind jetzt erst mal in den Shop gewandert.
 
 




"Birds with pink"








"Daisies & Dots"

Sonntag, 5. Januar 2014

ein Neues

das Neue Jahr ist jetzt auch schon wieder 5 Tage alt.
Ich habe mir nicht viel vorgenommen.

Wieder mehr und regelmäßiger bloggen möchte ich, weiter die Stoffberge abbauen, die Stapel mit alten, unpassenden, langweiligen oder geschenkt-bekommenen Klamotten aufarbeiten, viel mehr nähen und in den Shop stellen, das 2013-Projekt fortführen...

Und eine Patchworkdecke nähen. Da kommt mir das 365-Tage Projekt von Königskind gerade recht. Aus allen Stoffen, die ich sowieso grad verarbeite und zuschneide, wird ein zusätzliches Quadrat für die Decke geschnitten, für jeden Tag eines. Und am Ende des Jahres habe ich einen genähten Jahresrückblick in Form einer kuscheligen Decke :-)

Vielleicht ist bis zum quilten der Decke auch die neue, große Nähmaschine bei mir eingezogen. Da ich aber auch noch mein Auto finanzieren muss hat es leider mit dem Ratenkauf nicht geklappt. So muss ich  mir das Geld für dieses Luxusteilchen so zusammensparen und durch hoffentlich zahlreiche Shopverkäufe verdienen.

Meine alte Nähmaschine hatte dann ja wenige Tage vor Weihnachten endgültig die Flügel hochgereckt, irgendwas hat sich festgefahren und es hat extrem brenzlig gerochen. Die letzten Teile für den Weihnachtsmarkt musste ich dann auf der von Schwiegermama geborgten Maschine fertignähen.
Um jetzt aber erstmal wieder richtig nähen zu können hab ich mir vom Weihnachtsgeld noch mal eine Singer Confidence gekauft. Eigentlich ist das ein ganz feines Maschinchen mit einigen schönen Zierstichen. Nur hat sie eben die zwei Jahre Dauerbelastung mit täglich bis zu 5 Stunden Nähen nicht geschafft. So eine Hobby-Maschine ist eben doch nicht für den Dauergebrauch ausgelegt. Aber bis ich das Geld für die Große zusammengespart hat hält sie hoffentlich :-)

So, und jetzt schneide ich aus den in den letzten Tagen verwendeten Stoffen 5 Quadrate zu...

Sonntag, 24. November 2013

Novemberblues

Das Leben ist manchmal doof.

Hallo erstmal, mich gibt es auch noch.

Aber irgendwie hatte ich letzlich ein kleines Kreativ-Tief. Und vor allem keine Lust,  meine genähten Einzelstücke zu fotografieren. Irgendwie scheitert es immer daran. Vor einem Jahr hab ich vom allerliebsten Lieblingsmann eine super Fotoausrüstung zu Weihnachten bekommen, eine Canon 400, diverse Objektive und so.
Und jetzt fällt es mir noch schwerer, gute Bilder zu machen! Es gibt so viele Dinger an der Kamera, die man einstellen kann und muss, und irgendwie bekomme ich einfach nicht die Bilder hin, die mir so vorschweben.

Hätte hier eigentlich haufenweise tolle Klamotten zu zeigen, die ich mir seid dem Frühjahr genäht habe und die ich fast täglich anhabe. Ich hätte ungefähr 33 MeMadeMittwochs und fast ebensoviele RUMSe bestreiten können... Scheitert "nur" an den Fotos...

Und jetzt ist meine Nähma kaputt! Vorige Woche fing sie an, komische Geräusche zu machen und laut zu rattern, ausserdem fand ich, das es irgendwie verschmurgelt riecht. Seit Mittwoch ist sie beim Doktor, und der meldet sich nicht bei mir! Freitag hab ich nachgefragt, da war sie noch nicht wieder gesund. Jammer!! In 4 Wochen ist Weihnachten! Und Weihnachtsmarkt!!

Um die Nähmaschinenlose Zeit zu füllen hab ich schon diverse Taschen, Kleinteile und so was zugeschnitten. Die liegen hier jetzt rum und stapeln sich. Heute wurde der Sucht-Druck zu groß, zumal ich unbedingt ein neues Schnittmuster ausprobieren will. Da hab ich die olle Miss Multifunktion aus der Verbannung geholt. Klar, das sie schmollt! Seit Frau Singer hier zuverlässig schnurrt(e), ist die kleine Miss beleidigt. Aber leider sind wir keine Freunde geworden, von vornherein hat sie gezickt. Und prompt hat sie mir die lange Miss-Achtung heimgezahlt und komplett den Dienst verweigert. Graah!!
Jetzt muss ich wohl Frau Pfaff aus dem Rentnerdasein zurückholen...

Mittwoch, 23. Oktober 2013

noch eine Tunika




Weil die Wünscherin von der orangen Tunika so begeistert war, bekam ich gleich noch einen Folgeauftrag: sie schickt mir Stoff und ich nähe daraus noch eine Tunika.
Tadaaaa: hier ist sie: Äpfelchen im Pünktchenglück :-)