Donnerstag, 28. Oktober 2010

es reicht

Irgendwie wird der Tod in der letzten Zeit zu einem festen (und unerwünschten) Begleiter in meinem Leben.
* Vor sieben Jahren starb meine Mama an einem Hirntumor.
* Am 01. Oktober starb Ruth, die zweite Frau meines Vaters an einem NET (ist auch so ein ganz fiesartiges Tumor-Dings).
* Ebenfalls am 1. Oktober starb die Mutter einer guten freundin plötzlich an Herzversagen. Da kam ihr Mann abends von der Feldarbeit nach Hause und fand seine Frau tot im Sessel sitzend. Sie hiess übrigens auch Ruth.
* Am Montag starb mein Lieblingsbewohner aus dem Pflegeheim an Krebs. Er war so ein Lieber, immer freundlich, immer höflich, dankbar für alles was man tat.
* Davor sind schon in den letzten paar Wochen 5 andere Bewohner kurz hintereinander gestorben.
* Eine andere Bewohnerin, die ich sehr mag, wird wohl auch bald ihren Lebenswillen verlieren. Sie ist Ende 60, hatte Anfang des Jahres einen Schlaganfall (und dazu auch Krebs), hat sich vom völligen Pflegefall so weit hochgereppelt, das sie wieder im Rollstuhl sitzen und einige Schritte laufen kann. Sie hat ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Mann, der jeden Tag kam um sie zu besuchen. Vor kurzem machte er ein paar Tage Urlaub bei der Tochter in Weimar, ist dort zusammengebrochen und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dort wurde bei ihm Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Nun liegt er in Jena in der Strahlenklinik und unsere Bewohnerin fürchtet, das sie ihn nicht mehr sehen kann. Und wenn er geht, will sie auch nicht mehr.
* Gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit wurde ich von einem hektischen Notarztwagenfahrer auf der Strasse angehalten, weil er die Adresse für seinen Einsatz nicht finden konnte. Den Namen und die Hausnummer kannte ich auch nicht, so hab ich ihm kurz suchen geholfen, bis ganz bald eine völlig aufgelöste Frau im Morgenmantel die Strasse heruntergerannt kam. Das Haus liegt am Ortsrand etwas abgelegen von der Strasse weg. Grad kam meine Schwiegermama und erzählte, das der Vater der Freundin ihrer Enkelin vorletzte Nacht plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben war. Er lag tot vorm laufenden Fernseher im Wohnzimmer, als seine Frau ihn morgens fand. Er war 40. Vierzig! Und hinterläßt Frau (eine ehemalige Klassenkameradin meiner Schwägerin) und zwei Kinder, das Mädchen ist ungefähr 12, der Junge noch jünger.


und JETZT REICHT ES!!!!!!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nicht traurig sein !!!
Tod gehört leider auch zum Leben, wie das Geboren werden, :(.
Wenn ich ganz traurig bin, das wieder jemand gestorben ist den ich kenne, dann stelle ich mir vor, das genau in dem Augenblick ein neuer Mensch die Welt erblickt.....
Mir hilft der Gedanke dann immer ein wenig über die Trauer hinweg...
Vielleicht auch ein bischen Dir ...
LG Sandra

Shalimah hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Shalimah hat gesagt…

Hallo, ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen, als ich nach längerer Pause mal wieder bei Gina reinschauen wollte. Auch mir hat ihr Blog in schweren Zeiten immer wieder Kraft gegeben.
Ihr alter Blog ist geschlossen, weil es Ereignisse gab, die nichts mit ihrer Krankheit zu tun hatten, die aber einen Neuanfang an anderer Stelle erforderten. Diese neue Stelle ist hier:

http://latrinum.wordpress.com/

Vielleicht hilft es dir in deiner Trauer, dort wieder lesen zu können und Kontakt mit Gina zu bekommen.

LG
Kerstin